Was ist eine Hausstauballergie?
Eigentlich ist der Name ein bisschen irreführend. Wenn du eine Hausstauballergie hast, bist du nämlich nicht gegen den Staub selbst allergisch. Du reagierst auch nicht auf „Dreck“ oder mangelnde Sauberkeit. Die wahre Ursache ist viel kleiner und für das bloße Auge unsichtbar.
Die Hausstaubmilbe: Der unsichtbare Mitbewohner
Der Auslöser deiner Beschwerden ist die Hausstaubmilbe. Das sind winzige Spinnentiere, die nur etwa 0,1 bis 0,5 Millimeter groß sind. Sie leben in fast jedem Haushalt – egal, wie viel man putzt. Das ist völlig normal und kein Grund zur Sorge, solange man nicht allergisch reagiert.
Warum der Hausstaubmilben Kot das Problem ist
Nicht die Milbe selbst beißt oder sticht dich. Die allergische Reaktion wird durch bestimmte Eiweißstoffe ausgelöst, die sich im Kot der Milben befinden. Das passiert in einem Kreislauf:
- Der Transport: Der Milbenkot trocknet aus und zerfällt in winzige Teilchen.
- Das Aufwirbeln: Diese Teilchen verbinden sich mit dem ganz normalen Hausstaub. Sobald wir uns bewegen, uns ins Bett legen oder lüften, wird dieser „belastete“ Staub aufgewirbelt.
- Das Einatmen: Wir atmen diese winzigen Partikel ein oder sie landen auf unseren Schleimhäuten (Augen, Nase). Das Immunsystem von Allergikern denkt dann fälschlicherweise, es handele sich um gefährliche Eindringlinge, und schlägt Alarm.
Warum das Bett der „Hotspot“ ist
Milben haben zwei große Leidenschaften: Hautschuppen und Feuchtigkeit. Deshalb ist das Bett ihr absoluter Lieblingsplatz.
- Nahrung im Überfluss: Jeder Mensch verliert pro Tag ca. 1,5 Gramm Hautschuppen – das reicht aus, um Millionen von Milben satt zu machen.
- Perfektes Klima: Durch unseren Atem und Schweiß im Schlaf wird es unter der Decke warm und feucht. Das ist wie ein Wellness-Urlaub für die kleinen Tiere.
In einer einzigen Matratze können deshalb bis zu zwei Millionen Milben leben. Das erklärt auch, warum die Symptome bei den meisten Betroffenen nachts oder direkt nach dem Aufwachen am schlimmsten sind.
Hausstauballergie Symptome
Typische Hausstauballergie Symptome fühlen sich oft wie eine ewige Erkältung an. Besonders im Winter reizt die trockene Heizungsluft deine Schleimhäute dauerhaft. Etwa sieben bis zehn Prozent der Menschen in Deutschland kämpfen mit diesen Beschwerden. Da die Belastung das ganze Jahr über besteht, finden Betroffene kaum eine echte Atempause.
Die Beschwerden treten meist in einer typischen Verteilung auf. Diese Liste zeigt dir, welche Körperstellen besonders häufig auf den Staub reagieren:
• Nase (90 %): Dauerhaft verstopfte oder laufende Nase sowie starke Niesattacken.
• Augen (75 %): Juckende, tränende oder gerötete Augen, vor allem nach dem Aufstehen.
• Lunge (55 %): Trockener Husten, der meist nachts oder am frühen Morgen auftritt.
• Atmung (45 %): Engegefühl in der Brust oder beginnendes allergisches Asthma.
• Schlaf (35 %): Starke Erschöpfung und Tagesmüdigkeit durch unruhige Nächte.
• Haut (25 %): Juckreiz, Rötungen oder Schübe von Neurodermitis.
Häufig beginnt die Allergie schleichend und betrifft sehr unterschiedliche Körperstellen. Wir haben dir deshalb einen genauen Fahrplan zusammengestellt. So deutest du die Signale deines Körpers rechtzeitig und verhinderst schlimmere Probleme. Im Folgenden erklären wir dir diese wichtigen Punkte:
· Woran du die ersten Anzeichen erkennst, bevor es schlimmer wird.
· Welche Warnsignale es für den Hals, die Augen und die Haut gibt.
· Warum die Allergie langfristig zu Asthma führen kann.
· Und warum dein Hund oder deine Katze vielleicht ähnliche Probleme haben.
Zentral ist dabei die Unterscheidung zwischen harmlosen Reizen und einer echten Allergie. Wir helfen dir, die Gefahr für dich und deine Familie rechtzeitig zu erkennen. So startest du schnell mit der richtigen Behandlung und linderst deine Beschwerden im Alltag sofort.
Erste Anzeichen Hausstauballergie
Eine Hausstauballergie kommt meistens nicht von heute auf morgen. Sie beginnt oft so leise und unauffällig, dass man sie leicht mit einer leichten Erkältung oder trockener Zimmerluft verwechselt.
Typische erste Anzeichen einer Hausstauballergie bemerkst du meist direkt nach dem Aufwachen:
· Die morgendliche Nase: Du wachst auf und deine Nase ist leicht verstopft oder kribbelt unangenehm.
· Sandiges Gefühl: Deine Augen fühlen sich nach dem Aufstehen trocken, leicht gerötet oder so an, als hättest du Sand darin.
· Das „Aufsteh-Niesen“: Du musst ein- oder zweimal kräftig niesen, sobald du die Bettdecke zurückschlägst oder aufstehst.
Plötzliche Hausstauballergie
Eine plötzliche Hausstauballergie kann dich in jedem Alter treffen. Oft hat dein Immunsystem die Milben jahrelang toleriert, bis es plötzlich „umkippt“ und sie als Feinde bekämpft.
Mögliche Auslöser für eine plötzliche Hausstauballergie:
· Stress: Ein geschwächtes System reagiert empfindlicher.
· Wohnungswechsel: Mehr Textilien oder höhere Feuchtigkeit in der neuen Wohnung.
· Hormone: Veränderungen (z. B. Schwangerschaft) beeinflussen die Abwehr.
· Überlastung: Dein Körper konnte die Belastung lange ausgleichen, bis das „Fass überläuft“.
Hausstauballergie: Symptome im Hals
Ist die Nase nachts verstopft, atmest du automatisch durch den Mund. Dadurch wird die Atemluft nicht mehr ausreichend gefiltert oder befeuchtet. Die Allergene landen direkt auf der Schleimhaut und verursachen verschiedene Hausstauballergie Symptome am Hals. Dazu gehören vor allem eine unangenehme Trockenheit, ein brennendes Gefühl, ständiges Kratzen im Rachen oder Heiserkeit. Diese Beschwerden bemerkst du meistens direkt nach dem Aufstehen am stärksten.
Schleim im Hals, Halsschmerzen und Kloßgefühl
Dein Körper bildet zähes Sekret, um die eingeatmeten Reizstoffe loszuwerden. Dieser Hausstauballergie Schleim im Hals sorgt dafür, dass du dich morgens ständig räusperst. Oft kommt ein Schmerz dazu, der sich wie Hausstauballergie Halsschmerzen anfühlt. Manche spüren zusätzlich einen Hausstauballergie Kloß im Hals. Dieses Engegefühl entsteht, weil die Schleimhäute durch den Kontakt mit den Milben im Schlaf leicht anschwellen.
Hausstauballergie Symptome Haut
Die Haut ist unser größtes Organ und bildet die Schutzschicht nach außen. Da wir nachts viele Stunden engen Kontakt mit der Bettwäsche haben, reagiert diese Schutzschicht oft sehr empfindlich auf die Ausscheidungen der Milben.
Das Immunsystem stuft die kleinen Partikel im Bett als Gefahr ein und schlägt Alarm. Dadurch entstehen die typischen Hausstauballergie Symptome Haut, die sich oft durch Rötungen oder empfindliche Stellen bemerkbar machen.
Milben Juckreiz am ganzen Körper
Ein besonders belastendes Zeichen ist ein Milben Juckreiz am ganzen Körper. Da man im Schlaf engen Kontakt zur Matratze hat und sich viel bewegt, werden die allergieauslösenden Stoffe direkt auf die Haut aufgewirbelt.
Das führt bei vielen Betroffenen zu einem unangenehmen Kribbeln oder Stechen auf den Armen, den Beinen oder am Rücken. Dieser Juckreiz tritt meistens verstärkt abends oder nachts auf, raubt einem den erholsamen Schlaf und sorgt dafür, dass man sich ständig kratzen möchte.
Hausstauballergie Hautausschlag
Wenn die Haut mit den Allergenen überfordert ist, zeigt sich das oft optisch. Die Hausstauballergie Haut wird dann rot, trocken oder es bilden sich kleine Quaddeln, die wie Mückenstiche aussehen können. Ein solcher Hausstauballergie Ausschlag tritt dabei häufig in Schüben auf.
Besonders schwierig ist es für Menschen, die bereits unter Neurodermitis leiden. Hier führt ein Hausstauballergie Hautausschlag oft dazu, dass die bestehenden Probleme deutlich schlimmer werden. Die Haut verliert dann noch mehr Feuchtigkeit und wird extrem gereizt.
Hausstauballergie Augen
Die Augen sind besonders empfindlich, da die Schleimhäute hier direkt mit der Luft in Kontakt kommen. Wenn die Allergene aus dem Bett aufgewirbelt werden und die Bindehaut erreichen, reagiert der Körper sofort mit einer Abwehrreaktion.
Typische Hausstauballergie Symptome Augen sind dann gerötete, brennende oder stark tränende Augen. Viele Betroffene haben nach dem Aufstehen das Gefühl, als befände sich Sand in ihren Augen, was extrem unangenehm sein kann.
Oft juckt es so intensiv, dass man die Augen ständig reiben möchte. Das macht die Lage jedoch meistens schlimmer, da durch das Reiben noch mehr Reizstoffe in das Gewebe gelangen und die Schwellung der Lider zunimmt.
Hausstauballergie Husten und Atembeschwerden
Ein hartnäckiger, trockener Reizhusten in der Nacht ist ein wichtiges Warnsignal. Er zeigt an, dass die Belastung nicht mehr nur die Nase oder den Hals betrifft, sondern bereits die unteren Atemwege erreicht hat.
Diese Hausstauballergie Symptome Husten treten oft auf, wenn man flach im Bett liegt. Die Lunge reagiert auf die aufgewirbelten Partikel mit einer Abwehrreaktion, die sich wie ein ständiges Kitzeln in der Brust anfühlt.
In schweren Fällen kann es zu einer Atemnot Hausstauballergie kommen. Dabei verengen sich die Bronchien krampfartig, was das Atmen deutlich erschwert. Wenn du merkst, dass das Luftholen mühsam wird oder die Brust sich eng anfühlt, ist das ein Zeichen für eine sehr hohe Allergenbelastung.
Symptome bei allergischem Asthma
Wer seine Allergie lange Zeit ignoriert, riskiert einen sogenannten Etagenwechsel. Dabei wandern die Beschwerden von den oberen Atemwegen wie Nase und Rachen tiefer in die Lunge. Das führt häufig zur Entstehung von allergischem Asthma.
Die typischen Hausstauballergie Asthma Symptome äußern sich dann durch ein spürbares Pfeifen beim Ausatmen oder einen festen Druck auf dem Brustkorb. Wenn sich ein Asthma Hausstauballergie erst einmal entwickelt hat, sind die Bronchien dauerhaft gereizt.
Besonders nachts kann allergischem Asthma dazu führen, dass du schlechter Luft bekommst oder kurzatmig wirst. Diese Anzeichen der Lunge zeigen, dass die Belastung durch die Milben bereits ein fortgeschrittenes Stadium erreicht hat.
Hausstaubmilbenallergie: Symptome wie Müdigkeit und Erschöpfung
Dein Körper ist nachts im Dauereinsatz, um gegen die Allergene in deinem Bett anzukämpfen. Dieser nächtliche Stress verhindert, dass du in die wichtigen Tiefschlafphasen gelangst, die dein Gehirn und deine Muskeln zur Erholung brauchen.
Dadurch bemerkst du oft Hausstaubmilbenallergie Symptome wie Müdigkeit und eine allgemeine Schlappheit am Tag. Du fühlst dich morgens nicht erholt, sondern eher wie gerädert. Deine Konzentration lässt nach und du fühlst dich im Alltag oft matt und antriebslos.
Kopfschmerzen und Belastung für den Körper
Wenn die Schleimhäute nachts anschwellen, gelangt nicht mehr genug Luft in die Nebenhöhlen. Das führt oft zu Hausstauballergie Kopfschmerzen. Diese fühlen sich nach dem Aufstehen meist wie ein dumpfer Druck im Stirnbereich an, der erst nach einiger Zeit an der frischen Luft nachlässt.
Der ständige Schlafmangel und die Probleme beim Atmen belasten zudem dein Herz und deinen Kreislauf. Dein Körper steht dadurch unter Dauerstress und kann sich nachts nicht erholen. Auf lange Sicht kann dieser Stress sogar den Bluthochdruck begünstigen.
Hausstauballergie was tun
Stell dir vor, in deinem Kissen wohnen winzige, unsichtbare Tierchen. Das sind Milben. Wenn dein Körper sie nicht mag, bekommst du Schnupfen oder rote Augen. Aber du kannst dich wehren! Wir zeigen dir jetzt, wie du dein Zuhause wieder gemütlich machst, damit deine Nase endlich wieder Ruhe gibt.
Es gibt viele Tricks gegen diese Allergie. Manche helfen sofort, andere brauchen etwas Zeit. Wir besprechen hier alles: vom richtigen Putzen über spezielle Bettwäsche bis hin zu Medizin. Hier ist ein kurzer Überblick, was dich im Text erwartet, damit du genau weißt, wie du den Milben den Kampf ansagst:
· Der Check: Ein Arzt testet dein Blut oder deine Haut, um die Allergie sicher zu finden.
· Schnelle Hilfe: Medikamente wie Antihistaminika stoppen das Jucken und Niesen meist innerhalb von Minuten.
· Dein Bett: Spezielle Schutzbezüge (Encasings) schließen Milben ein, damit sie dich nachts nicht ärgern können.
· Saubere Luft: Luftreiniger mit Filtern saugen den Staub aus der Luft, bevor du ihn einatmest.
· Dauerhafte Lösung: Ein Training (Hyposensibilisierung) gewöhnt deinen Körper über drei Jahre ganz langsam an den Staub.
· Hausmittel: Salzwasser-Nasenduschen oder feuchtes Wischen helfen, den Staub im Alltag ganz einfach wegzuspülen.
Hausmittel gegen Milben Allergie
Hausmittel helfen dir, die Milben ohne teure Geräte zu besiegen. Sie reinigen deine Atemwege und machen deine Wohnung ungemütlich für die kleinen Tierchen. So bekämpfst du die Ursache direkt bei dir zu Hause. Hier sind die besten Tricks für dich:
Nasenreinigung
· Wasserdampf: Atme heißes Wasser unter einem Handtuch ein, um Schleim zu lösen.
· Nasenspülung: Salzwasser wäscht den Staub und die Allergene einfach aus der Nase.
· Gurgeln: Ein Teelöffel Salz in warmem Wasser beruhigt ein Kratzen im Hals.
Staub und Milben reduzieren
• Nass wischen: Feuchtes Wischen bindet Staub. So fliegt er nicht in die Luft. Milbenkot und Staub werden mechanisch entfernt, statt eingeatmet zu werden.
• Regelmäßig reinigen: Wische ein- bis zweimal pro Woche mit einem feuchten Tuch oder Mikrofaser. Nutze zusätzlich einen Staubsauger mit HEPA-Filter.
• Wichtig: Trockenes Kehren oder Staubwischen wirbelt Allergene nur auf. Feuchte Reinigung ist wirksamer.
Bett & Textilien
• Bettwäsche waschen: Wasche Kissen- und Deckenbezüge sowie das Spannbettlaken einmal pro Woche bei mindestens 60 °C. Diese Temperatur tötet Milben und reduziert Allergene deutlich.
• Matratze lüften: Schlage morgens die Decke zurück und lasse das Bett 20–30 Minuten offen. So entweicht Feuchtigkeit aus der Nacht. Milben mögen es feucht – Trockenheit bremst ihre Vermehrung.
Luftfeuchtigkeit senken – mit einfachen Mitteln
• Stoßlüften: Morgens und abends 5–10 Minuten Fenster weit öffnen. So wird feuchte Luft nach draußen gedrückt.
• Heizen im Winter: Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Danach kurz lüften.
• Wäsche nicht im Schlafzimmer trocknen: Sie erhöht die Luftfeuchte stark.
• Nach dem Duschen sofort lüften: Badezimmertür geschlossen halten, Fenster öffnen.
• Hygrometer nutzen: Ziel sind unter 50 % Luftfeuchtigkeit.
Hausstauballergie Homöopathie
Wenn die Nase ständig läuft und die Augen jucken, suchen viele nach einer sanften Ergänzung zur klassischen Medizin. In der Homöopathie gibt es ein paar „Klassiker“, die oft zum Einsatz kommen. Welches Mittel am besten passt, hängt vor allem von deinen individuellen Symptomen ab:
Die wichtigsten Mittel auf einen Blick
· Sabadilla: Ideal bei heftigen Niesattacken, Fließschnupfen und tränenden Augen.
· Apis mellifica: Hilft besonders bei Schwellungen und brennendem Juckreiz an Nase und Augen.
· Kalium bichromicum: Die Wahl, wenn die Nase verstopft ist und sich zäher Schleim bildet.
· Marum verum: Wenn der Kontakt mit Staub starken Niesreiz und Husten auslöst.
· Verbascum: Kommt bei gereizten oberen Atemwegen zum Einsatz.
Wie wird es eingenommen? Meistens werden die Potenzen D6 oder D12 empfohlen. Ein gängiger Richtwert ist die Einnahme von 3-mal täglich 5 Globuli.
Homöopathie kann eine gute Unterstützung sein, um die Symptome im Alltag zu lindern. Wichtig zu wissen: Da die Wirksamkeit wissenschaftlich nicht eindeutig belegt ist, sollte sie eher als Ergänzung gesehen werden. Bei starken Beschwerden bleiben bewährte Maßnahmen wie Antihistaminika oder eine Hyposensibilisierung der wichtigste Anker.
Allergiker Bettwäsche (Encasings)
Allergiker Bettwäsche, auch Encasings genannt, sind milbendichte Schutzbezüge für Matratze, Kissen und Decke. Sie werden unter der normalen Bettwäsche genutzt. Der Stoff ist so dicht gewebt, dass Milben und vor allem ihr Kot nicht durch sie gelangen können.
Nicht die Milben, sondern ihr Kot in Matratze, Kissen und Decke löst die Allergie aus. Bei jeder Bewegung wird dieser Kot aufgewirbelt und eingeatmet. Encasings verhindern das durch eine Barriere in zwei Richtungen:
· Schutz nach außen: Der vorhandene Milbenkot bleibt im Inneren eingeschlossen. Er gelangt nicht mehr in die Atemwege, was die Symptome sofort lindert.
· Schutz nach innen: Das Gewebe lässt keine Hautschuppen mehr durch. Den Milben wird die Nahrung entzogen, wodurch sie verhungern und sich nicht mehr vermehren können.
Welches Bett bei hausstauballergie
Wähle ein Bett mit glatten Oberflächen. Metall oder lackiertes Holz lassen sich feucht abwischen. Vermeide dick gepolsterte Kopfteile oder Stoffbezüge. Sie speichern Staub und sind schwer zu reinigen. Je weniger Textil im Schlafzimmer, desto geringer die Allergenbelastung.
Hirsekissen bei Hausstauballergie
Kissen mit Hirse oder Dinkelspelz speichern Feuchtigkeit. Sie sind meist nicht bei 60 °C waschbar. Das macht sie für Allergiker ungeeignet. Besser sind waschbare, synthetische Füllungen mit zusätzlichem Encasing. So bleibt die Belastung durch Milben möglichst gering.
Bestes Mittel gegen Hausstauballergie
Das beste Mittel gegen Hausstauballergie ist keine einzelne Pille. Es ist eine Kombination aus Schutz und Hygiene.
An erster Stelle stehen milbendichte Encasings für Matratze, Kissen und Decke. Sie halten den Milbenkot zurück, damit du ihn nachts nicht einatmest. So sinkt die Belastung sofort.
Dazu kommt konsequente Hygiene:
· Bettwäsche jede Woche bei 60 °C waschen.
· Schlafzimmer regelmäßig feucht reinigen.
· Luftfeuchtigkeit unter 50 % halten.
Medikamente wie Antihistaminika oder Nasensprays helfen bei starken Beschwerden. Sie lindern Symptome, beseitigen aber nicht die Ursache.
Wenn die Beschwerden dauerhaft stark sind, kann eine ärztlich begleitete Hyposensibilisierung sinnvoll sein.
Hausstauballergie Test
Ein professioneller Hausstauballergie Test beim Arzt ist der einzige Weg, um Klarheit über deine Beschwerden zu gewinnen. Er klärt zweifelsfrei, ob Symptome wie eine verstopfte Nase oder brennende Augen tatsächlich durch eine allergische Reaktion auf Milbenallergene ausgelöst werden.
So prüft der Arzt, ob du eine Allergie hast
Zuerst unterhält sich der Arzt in Ruhe mit dir. Das nennt man Anamnese. Er möchte herausfinden, wann es dir schlecht geht: Schnupfst du das ganze Jahr über? Geht es dir im Urlaub oder draußen an der frischen Luft plötzlich besser? Auch Krankheiten wie Asthma oder Hautprobleme sind für ihn wichtige Hinweise.
Um ganz sicherzugehen, gibt es meistens diese zwei Tests:
· Der Haut-Test (Pricktest): Der Arzt gibt kleine Tropfen mit verschiedenen Stoffen auf deinen Arm und piekst die Haut ganz vorsichtig an. Wenn die Stelle dick wird oder juckt – fast wie ein kleiner Mückenstich – weiß der Arzt: Dein Körper mag keine Milben.
· Der Blut-Test: Manchmal nimmt der Arzt auch ein wenig Blut ab. Im Labor wird dann geschaut, ob dein Körper spezielle Abwehrstoffe gegen die Milben gebildet hat.
Wichtig zu wissen: Ein Test allein sagt noch nicht alles aus. Der Arzt schaut sich immer das Gesamtbild an: Wie du wohnst, wie du dich fühlst und was der Test zeigt. Erst dann kann er dir genau sagen, was dir am besten hilft.
Hausstauballergie Tabletten
Gegen eine Hausstauballergie helfen vor allem Antihistaminika. Das sind Wirkstoffe, die den Botenstoff Histamin im Körper blockieren und so die allergische Reaktion stoppen. Diese Tabletten wirken meistens innerhalb von 30 bis 60 Minuten im gesamten Organismus.
Folgende Wirkstoffe kommen am häufigsten zum Einsatz:
· Cetirizin: Hilft schnell gegen Juckreiz und Niesen, kann aber leicht müde machen.
· Loratadin: Wirkt langanhaltend gegen allergischen Schnupfen und verursacht seltener Müdigkeit.
· Desloratadin: Ein moderner Wirkstoff, der besonders schnell einsetzt und kaum schläfrig macht.
· Bilastin: Ein neueres Mittel, das sehr gut verträglich ist und die Fahrtüchtigkeit nicht beeinflusst.
Hilft Cetirizin bei Hausstauballergie
Ja, Cetirizin ist einer der am häufigsten genutzten Wirkstoffe bei Hausstauballergie. Es blockiert die sogenannten H1-Rezeptoren an den Zellen. Rezeptoren sind kleine Andockstellen, die normalerweise Signale für Entzündungen empfangen. Da Cetirizin diese Stellen besetzt, kann das Hormon Histamin keine Beschwerden mehr auslösen.
Das Medikament hilft gezielt gegen:
· Brennende Augen: Es reduziert Rötungen und starken Tränenfluss.
· Ständiges Niesen: Die Reizung der Nasenschleimhaut geht schnell zurück.
· Juckreiz: Das typische Kribbeln in Nase und Rachen hört auf.
Hausstauballergie Medikamente rezeptfrei
Die meisten Allergie-Tabletten sind ohne Rezept in der Apotheke erhältlich. Sie lindern zuverlässig typische Symptome an den Augen, der Nase und auf der Haut.
Bekannte rezeptfreie Medikamente sind:
· Zyrtec oder Cetirizin Hexal: Klassische Helfer mit dem Wirkstoff Cetirizin.
· Lorano akut: Ein bewährtes Mittel mit Loratadin gegen juckende Nasen.
· Lorano Pro: Enthält Desloratadin für eine schnellere Wirkung ohne Müdigkeit.
· Allegra: Nutzt den modernen Wirkstoff Bilastin für eine 24-Stunden-Wirkung.
Nasenspray Hausstauballergie
Wenn deine Nase durch die Allergie dauerhaft verstopft ist, sind Nasensprays eine effektive Ergänzung. Während Tabletten überall wirken, bekämpfen Sprays die Entzündung direkt am Ort des Geschehens.
Diese Wirkstoffe in Nasensprays helfen besonders gut:
· Mometason oder Fluticason: Das sind kortisonhaltige Stoffe, die Schwellungen der Schleimhaut langfristig abbauen.
· Azelastin: Ein Antihistaminikum zum Sprühen, das allergische Reizungen sofort stoppt.
· Kombipräparate: Diese Sprays vereinen Kortison und ein Antihistaminikum für maximale Wirkung bei starken Beschwerden.
Hyposensibilisierung gegen Hausstaubmilben
Eine Hyposensibilisierung setzt direkt an der Ursache der Allergie an. Im Gegensatz zu Nasensprays oder Tabletten lindert sie nicht nur kurzzeitig die Symptome. Das Ziel dieser Therapie ist es, das Immunsystem langfristig an die Allergene der Hausstaubmilbe zu gewöhnen. Mediziner bezeichnen dieses Verfahren auch als allergenspezifische Immuntherapie (AIT).
Zentral ist dabei die kontrollierte Zufuhr des Allergens über einen Zeitraum von etwa drei Jahren. Durch diesen ständigen Kontakt lernt der Körper, dass der Kot der Milben keine Gefahr darstellt. Inzwischen gilt diese Methode als die einzige Möglichkeit, eine allergische Erkrankung ursächlich zu behandeln.
Hausstauballergie: Hyposensibilisierung durch Tabletten
Lange Zeit war die Spritze beim Arzt die einzige Option für diese Behandlung. Inzwischen gibt es für die Hausstauballergie eine Hyposensibilisierung durch Tabletten. Diese Form der Therapie wird auch als sublinguale Immuntherapie (SLIT) bezeichnet. Das bedeutet, dass die Tablette unter die Zunge gelegt wird und sich dort innerhalb weniger Sekunden auflöst.
Besonders vorteilhaft ist bei dieser Methode der Zeitfaktor. Nach der ersten Einnahme unter ärztlicher Aufsicht erfolgt die weitere Anwendung bequem zu Hause. Trotzdem bleibt eine regelmäßige Kontrolle durch den Allergologen wichtig, um den Fortschritt der Behandlung zu überwachen. Da die Tabletten täglich eingenommen werden müssen, erfordert dieser Weg eine hohe Disziplin der Patienten.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Hausstauballergie
1. Was sind die ersten Anzeichen einer Hausstauballergie? Erste Anzeichen bemerkst du meist direkt nach dem Aufwachen: Eine morgendlich verstopfte oder kribbelnde Nase, ein sandiges Gefühl in den Augen oder Niesattacken direkt nach dem Aufstehen sind typisch.
2. Kann eine Hausstauballergie plötzlich im Alter auftreten? Ja, eine plötzliche Hausstauballergie ist in jedem Alter möglich. Auslöser können Stress, ein Wohnungswechsel mit mehr Textilien, hormonelle Veränderungen oder eine langfristige Überlastung des Immunsystems sein.
3. Welche Hausstauballergie Symptome treten im Hals auf? Typisch sind extreme Trockenheit, ein brennendes Gefühl, Heiserkeit und ständiges Kratzen. Oft bildet sich zäher Schleim im Hals, der zu morgendlichem Räuspern oder einem Kloßgefühl führt.
4. Wie äußert sich eine Hausstauballergie auf der Haut? Es kann zu Rötungen, juckenden Stellen oder einem Milben-Juckreiz am ganzen Körper kommen. Häufig zeigt sich ein Ausschlag mit Quaddeln; bei Neurodermitis-Patienten können sich die bestehenden Schübe deutlich verschlimmern.
5. Was ist das beste Mittel gegen eine Hausstauballergie? Es gibt nicht die eine Lösung, sondern eine Kombination: Am wichtigsten sind milbendichte Encasings für das Bett, kombiniert mit konsequenter Hygiene (60 °C Wäsche) und Medikamenten wie Antihistaminika zur Symptomlinderung.
6. Warum ist allergisches Asthma bei einer Hausstauballergie ein Risiko? Wenn die Allergie lange ignoriert wird, kann es zum Etagenwechsel kommen. Dabei wandern die Beschwerden in die Lunge, was zu Asthma-Symptomen wie Atemnot, einem Pfeifen beim Ausatmen oder Druck auf der Brust führt.
7. Welche Hausmittel helfen gegen die Milben-Allergie? Effektive Hausmittel sind regelmäßige Nasenspülungen mit Salzwasser, das Inhalieren von Wasserdampf sowie das konsequente feuchte Wischen von Oberflächen, um den Staub zu binden, statt ihn aufzuwirbeln.
8. Wie funktioniert die Hyposensibilisierung durch Tabletten? Bei dieser Methode (SLIT) wird täglich eine Tablette unter die Zunge gelegt, die sich dort auflöst. Ziel ist es, das Immunsystem über etwa drei Jahre langsam an die Allergene zu gewöhnen, um die Ursache der Allergie zu bekämpfen.
Quellenverzeichnis
Allergieinformationsdienst. (2022). Hausstaubmilbenallergie: Krankheitsbild. https://www.allergieinformationsdienst.de/krankheitsbilder/hausstaubmilbenallergie
ÄrzteZeitung. (2015). Homöopathie lindert Allergien akut und langfristig. https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Homoeopathie-lindert-Allergien-akut-und-langfristig-392162.html
Bundesministerium für Gesundheit. (2024). Hausstaubmilbenallergie. https://gesund.bund.de/hausstaubmilbenallergie
Deutscher Allergie- und Asthmabund e. V. (2024). Hausstaubmilbenallergie. https://www.daab.de/allergien/wichtigste-allergie-ausloeser/hausstaubmilben
Gesundheitsinformation.de. (2020). Hilfsmittel bei Hausstauballergie: Was bringen Milbenschutzbezüge?. https://www.gesundheitsinformation.de/hilfsmittel-bei-hausstauballergie-was-bringen-milbenschutzbezuege.html
Lungeninformationsdienst. (2023). Allergisches Asthma. https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/asthma/allergisches-asthma
Pfaar, O., et al. (2022). S2k-Leitlinie zur allergenspezifischen Immuntherapie bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen. https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/061-004
Stiftung Gesundheitswissen. (2023). Hausstaubmilbenallergie. https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/hausstaubmilbenallergie/hintergrund
