Mann mit Krätze auf dem Rücken kratzt sich
on March 22, 2026

Krätze Bilder: Ausschlag, Stadien und Formen

Nachts liegt man wach und kratzt sich. Die Haut brennt, juckt und lässt einen einfach nicht schlafen. Wer das kennt, weiß wie belastend das ist. Vielleicht fragst du dich gerade: Ist das wirklich Krätze? Und wie sieht das überhaupt aus?

Genau dafür sind diese Scabies Bilder da. Sie zeigen dir Schritt für Schritt, wie der Ausschlag aussieht – vom ersten Anzeichen bis zum fortgeschrittenen Stadium.

Was ist Krätze?

Krätze ist eine Hauterkrankung, die winzige Milben verursachen. So klein, dass man sie mit dem bloßen Auge nicht sieht. Der medizinische Fachname lautet Sarcoptes scabiei – deshalb sprechen Ärzte auch von Scabies. Die meisten kennen sie einfach als Krätzmilbe.

Die weibliche Milbe gräbt sich in die oberste Hautschicht ein. Dort legt sie ihre Eier ab und lebt bis zu zwei Monate. Das klingt unangenehm – und das ist es auch. Denn der Körper reagiert auf die Milben und ihre Ausscheidungen mit einer starken Abwehrreaktion. Das Ergebnis: extremer Juckreiz, Rötungen und ein Ausschlag, der einen zur Verzweiflung treiben kann.

Übertragen wird die Krätze fast immer durch langen, direkten Hautkontakt. Eine kurze Berührung reicht meistens nicht aus. Deshalb tritt sie häufig in Familien, Pflegeheimen oder Schulen auf – überall dort, wo Menschen eng zusammenleben.

Wo zeigt sich der Krätze Ausschlag?

Das Bild zeigt es deutlich: Die Krätze macht keinen Halt vor dem ganzen Körper. Vorne wie hinten kann der Ausschlag auftreten.

Vorderseite:

  • Handflächen und Handgelenke
  • Ellenbogen und Unterarme
  • Brust und seitlicher Oberkörper
  • Bauch und Nabelbereich
  • Genitalbereich und Leiste
  • Oberschenkel und Knie

Rückseite:

  • Schultern und oberer Rücken
  • Unterer Rücken und Taille
  • Gesäß
  • Wadenbeine und Fersen

Eines ist dabei tröstlich: Bei Erwachsenen bleibt das Gesicht fast immer verschont. Anders bei Babys und Kleinkindern – bei ihnen kann der Ausschlag auch an Kopf, Gesicht, Hals, Handflächen und Fußsohlen auftreten.

Krätze Anfangsstadium Bilder

Krätze Anfangsstadium Bilder zeigen oft erschreckend wenig. Und genau das ist das Problem.

Schau dir das Bild A genau an. Auf den ersten Blick sieht die Haut fast normal aus. Erst bei genauerem Hinsehen erkennst du die feinen, leicht erhabenen Linien – das sind die Milbengänge. Daneben siehst du winzige Knötchen, kaum größer als ein Stecknadelkopf.

Und trotzdem: In diesem Stadium juckt es bereits unerträglich – besonders nachts.

Im frühen Stadium sind nur etwa 10 bis 15 Milben auf der Haut aktiv. So wenige – und doch richten sie so viel Schaden an. Die weibliche Milbe gräbt sich in die oberste Hautschicht ein und hinterlässt dabei diese feinen, gewundenen Gänge. Daneben entstehen kleine rote Punkte und winzige Bläschen.

Das Tückische daran: Nach dem Duschen oder Eincremen verschwinden die Gänge oft fast vollständig. Bei gepflegter Haut oder dunklerer Haut sind sie noch schwerer zu erkennen. Viele Menschen kratzen sich wochenlang, ohne zu wissen warum.

Krätze Endstadium Bilder

Krätze Endstadium Bilder zeigen, was passiert, wenn die Milben wochenlang unbehandelt bleiben.

Das Bild B macht deutlich, wie stark sich die Haut verändern kann. Du siehst leuchtend rote, entzündete Knötchen – viele davon aufgekratzt und mit gelblichen Krusten bedeckt. Das ist kein seltener Ausnahmefall. So sieht ein fortgeschrittenes Stadium bei Kindern häufig aus.

Das Immunsystem reagiert jetzt mit voller Kraft auf die Milben. Die Haut bildet blasige, entzündliche Knötchen. Durch dauerhaftes Kratzen entstehen offene Wunden. Bakterien nutzen diese Wunden als Einfallstor – und so kommt es zu eitrigen Veränderungen.

Ebenfalls wichtig: Bei längerem Verlauf verdickt sich die Haut. Fachleute nennen das Lichenifizierung. Schuppige, ekzematöse Flächen entstehen – und die Haut sieht aus wie nach einem langen Kampf.

Krätze Gesicht Bilder

Krätze Gesicht Bilder zeigen vor allem bei Babys und Kleinkindern ein erschreckendes Bild.

Schau dir das Bild C an. Kleine rote Knötchen auf der Wange, weißliche Bläschen direkt hinter dem Ohr und am Hals. So sieht Krätze im Gesicht bei einem Baby aus.

Bei Kleinkindern und Säuglingen ist das Gesicht eine der häufigsten Stellen. Die Milbe befällt dort typischerweise:

  • Wangen und Stirn
  • Hinter den Ohren und am Hals
  • Kopfhaut
  • Handflächen und Fußsohlen

Bei Erwachsenen ist das Gesicht dagegen selten betroffen. Die Krätze bevorzugt hier andere Stellen – Handgelenke, Bauch, Genitalbereich. Dennoch gilt laut RKI: Keine Hautregion kann sicher ausgenommen werden.

Der Juckreiz im Gesicht ist für Babys besonders quälend. Sie schlafen schlecht, sind gereizt und weinen viel. Viele Eltern denken zunächst an eine Allergie oder Neurodermitis – und verlieren wertvolle Zeit.

Krätze Hand Bilder

Krätze Hand Bilder zeigen die häufigste Stelle überhaupt – und gleichzeitig die tückischste.

Bild A ganz oben macht es deutlich: Die Haut sieht fast normal aus. Nur wer genau hinschaut, erkennt den feinen, leicht erhabenen Gang – und zwei winzige Knötchen daneben. So beginnt es. So unscheinbar. Und trotzdem juckt es nachts so stark, dass man nicht schlafen kann.

Bild D zeigt dasselbe unter der Lupe – mit Maßstab. Der Milbengang ist nur wenige Millimeter lang. Die Rötung drumherum ist das Immunsystem, das kämpft. Die Milbe selbst bewegt sich laut RKI gerade mal 0,5 bis 5 mm pro Tag – trotzdem richtet sie großen Schaden an.

Die Hände sind bei fast allen Betroffenen betroffen. Die Milbe bevorzugt Stellen mit dünner Hornschicht und warmer Temperatur – die Hand bietet beides. Typische Stellen sind:

  • Fingerzwischenräume und Fingerseitenflächen
  • Handrücken und Handgelenke
  • Handflächen und innere Fußränder

Was du siehst:

  • Feine, kommaförmige Linien – die Milbengänge
  • Kleine Knötchen und Bläschen
  • Rötungen rund um das Handgelenk
  • Bei längerem Verlauf: aufgekratzte, krustöse Stellen

Besonders tückisch: Nach dem Händewaschen oder Eincremen verschwinden die Gänge fast vollständig. Viele Betroffene kratzen sich wochenlang – ohne zu wissen warum.

Ergänzend dazu können bei längerem Verlauf die Nägel befallen werden. Unter den Nägeln sammeln sich abgekratzte Milben. Das ist vor allem bei der Borkenkrätze der Fall.