Nasensprays bei Hausstauballergie – einfach erklärt
on November 18, 2025

Nasensprays bei Hausstauballergie – einfach erklärt

Stell dir vor: Du wachst morgens verstopft auf, niest gefühlt zehnmal hintereinander, und die Nase läuft wieder wie ein Wasserhahn – typische Beschwerden einer Hausstauballergie. Viele greifen dann zu Nasensprays. Doch welche Arten gibt es? Und wie unterscheiden sie sich? Im Folgenden findest du einen klar strukturierten Überblick.

Welche Nasensprays gibt es bei Hausstauballergie?

Antihistaminika-Nasensprays

Zunächst lohnt sich ein Blick auf die Sprays, die besonders schnell wirken: Antihistaminika blockieren die H₁-Histaminrezeptoren in der Nasenschleimhaut. Dadurch werden Symptome wie Niesen, Juckreiz und eine laufende Nase oft schon nach 15 Minuten gelindert [1][3]. Nebenwirkungen sind selten und meist mild, etwa kurzes Brennen oder bitterer Geschmack [1].

Kortikosteroid-Nasensprays (intranasale Glucocorticoide)

Im Gegensatz dazu setzen Kortikosteroid-Sprays direkt an der Entzündung an. Sie hemmen entzündungsfördernde Stoffe und beruhigen so die Schleimhaut [4]. Die Wirkung baut sich langsamer auf – über Stunden bis Tage [1][7] –, ist dafür aber stärker und auch langfristig geeignet. Nur minimale Mengen gelangen ins Blut, weshalb sie als sicher gelten [7].

Salzlösungs-Nasenspülungen/-sprays

Eine dritte Möglichkeit bieten Salzlösungen. Sie reinigen die Nase mechanisch, indem sie Allergene und Schleim ausspülen – ein kleiner „Frühjahrsputz" für die Schleimhäute [5]. Hypertonische Lösungen können zusätzlich kurzfristig abschwellend wirken [6]. Sie sind sehr gut verträglich und eignen sich besonders zur ergänzenden Pflege [5].

Wie wirksam sind die verschiedenen Sprays?

  • Kortikosteroid-Sprays wirken am stärksten gegen den entzündlichen allergischen Schnupfen [4].
  • Antihistaminika-Sprays punkten durch schnellen Effekt, wirken aber weniger tief gegen die Entzündung [1][3].
  • Salzsprays reinigen und befeuchten, lindern jedoch nur moderat [5].

Wichtig: Alle Sprays lindern Symptome – sie beseitigen nicht die Ursache. Eine langfristige Besserung gelingt meist nur mit Allergenvermeidung oder Immuntherapie.

Wie verwendet man Nasensprays bei Hausstauballergie richtig?

  • Kortisonspray: 1–2-mal täglich nach Packungsbeilage, regelmäßig bei Beschwerden [7].
  • Antihistaminika-Spray: Nach Bedarf, z. B. vor Kontakt mit Hausstaubmilben oder bei akutem Niesreiz [1][3].
  • Salzlösung: Mehrmals täglich möglich; eignet sich ideal als Ergänzung [5].

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

  • Antihistaminika: Bitterer Geschmack, selten Brennen oder Nasenbluten [1].
  • Kortisonpräparate: Bei etwa 1 von 10 Personen leichtes Nasenbluten oder Trockenheit, selten Kopfschmerzen [7].
  • Salzlösungen: Sehr gut verträglich; vereinzelt kurzes Brennen [5].

Welches Nasenspray passt bei welchen Beschwerden?

  • Akuter Niesreiz oder plötzlich laufende Nase: Antihistaminika-Spray.
  • Dauerhaft verstopfte oder stark entzündete Nase: Kortisonspray.
  • Pflege, Reinigung und Allergenspülung: Salzlösung.

Nachhaltige Lösungen bei Hausstauballergie

Nasensprays lindern zwar Beschwerden, aber sie lösen das Grundproblem nicht. Für eine langfristige Entlastung lohnt es sich, dort anzusetzen, wo die Allergene entstehen: bei den Hausstaubmilben in Matratzen, Kissen und Bettdecken.

Encasings gegen Hausstaubmilben

Milben fühlen sich in warmen, feuchten Textilien besonders wohl – deshalb sind Bettwaren ihr bevorzugter Lebensraum. Encasings, also milbendichte Schutzbezüge, umhüllen Matratze, Kissen und Decke vollständig und schaffen eine Barriere, die Milben und ihre allergenen Rückstände einschließt. Dadurch gelangen weniger Partikel in die Raumluft und du hast nachts deutlich weniger Kontakt damit.

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Weitere Tipps, wie du dein Schlafzimmer zusätzlich schützen kannst, findest du in unserem Ratgeber-Artikel.

FAQ: Häufige Fragen zu Nasensprays bei Hausstauballergie

Was hilft am besten bei starker Hausstauballergie?

Kortikosteroid-Nasensprays, da sie die Entzündung am effektivsten hemmen [4].

Kann man verschiedene Nasensprays kombinieren?

Ja. Viele reinigen die Nase zuerst mit einer Salzlösung und nutzen anschließend ein Medikamentenspray – das kann die Wirkung verbessern [6].

Wie lange darf man Nasensprays anwenden?

Salzsprays unbegrenzt; Kortison- und Antihistaminika-Sprays wochen- bis monatelang – idealerweise nach ärztlicher Rücksprache [7].

Was tun, wenn die Beschwerden trotz Spray bleiben?

In diesem Fall lohnt sich ein Gespräch mit dem Arzt. Eine Immuntherapie kann langfristig die Ursache behandeln [4].

Das Wichtigste auf einen Blick

Kortison wirkt am stärksten, Antihistaminika am schnellsten, Salzlösungen am schonendsten. Alle lindern Symptome – keines behebt die Ursache. Für langfristige Besserung sind präventive Maßnahmen wie milbendichte Encasings entscheidend.

Quellenverzeichnis

  1. Gesundheitsinformation.de (IQWiG): Was kann allergischen Schnupfen lindern? (12.07.2023)
  2. Apotheken Umschau: Hausstaubmilbenallergie: Was tun? (21.11.2024)
  3. Allergieinformationsdienst.de: Antihistaminika
  4. PharmaWiki.ch: Glucocorticoid-Nasensprays
  5. Cochrane Library: Nasenspülung bei allergischem Schnupfen (2017)
  6. Apotheken Umschau: Nasenduschen gegen Heuschnupfen (03.05.2023)
  7. Apotheken.de: Kortison-Nasenspray sicher anwenden